Webflow vs. WordPress 2026: Welches CMS ist die bessere Wahl für Schweizer KMU?
Webflow oder WordPress – welches CMS passt zu deinem Schweizer KMU? Wir vergleichen Performance, Kosten, Sicherheit, SEO und Wartungsaufwand aus der Praxis und zeigen, wann welches System die bessere Wahl ist.

Jan 7, 2026
Jan 13, 2022
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Webflow vs. WordPress Schweiz 2026
Wenn Schweizer KMU eine neue Website planen, landet die Diskussion früher oder später bei der gleichen Frage: Webflow oder WordPress? Beide Systeme können professionelle Websites liefern. Aber sie verfolgen grundlegend verschiedene Ansätze – und diese Unterschiede wirken sich direkt auf Kosten, Sicherheit, Performance und den Alltag nach dem Launch aus. Wir arbeiten seit 2020 ausschliesslich mit Webflow und haben davor jahrelang WordPress-Projekte umgesetzt. Dieser Vergleich basiert auf unserer praktischen Erfahrung mit beiden Systemen.
Die Grundidee: Zwei komplett verschiedene Philosophien
WordPress ist ein Open-Source-CMS, das 2003 als Blogging-Plattform gestartet ist. Heute betreibt es rund 40% aller Websites weltweit – vom persönlichen Blog bis zum Enterprise-Portal. Die Stärke liegt in der riesigen Auswahl an Themes und Plugins. Die Kehrseite: Genau diese Abhängigkeit von Drittanbieter-Code macht WordPress anfällig für Sicherheitslücken, Performance-Probleme und Wartungsaufwand.
Webflow ist eine visuelle Entwicklungsplattform mit integriertem Hosting und CMS. Statt Plugins und Themes arbeitest du mit einem visuellen Editor, der sauberes HTML, CSS und JavaScript generiert. Alles kommt aus einer Hand – Design, CMS, Hosting, SSL, CDN und Backups. Es gibt keine Plugin-Konflikte, keine Theme-Updates, keine Sicherheitslücken durch veraltete Erweiterungen.
Performance und Ladezeiten im Vergleich
Die Ladezeit einer Website beeinflusst direkt das Google-Ranking und die Conversion-Rate. Studien zeigen, dass jede Sekunde zusätzliche Ladezeit die Absprungrate um rund 10% erhöht.
Webflow generiert schlanken, minifizierten Code und liefert Seiten über ein globales CDN (Fastly/AWS) aus. Bilder werden automatisch in moderne Formate (WebP/AVIF) konvertiert und lazy-loaded. Das Ergebnis: Die meisten Webflow-Seiten erreichen einen Google PageSpeed Score von 90+ ohne zusätzliche Optimierung.
WordPress liefert in der Grundinstallation akzeptable Performance. Aber mit jedem Plugin, jedem Page Builder und jedem zusätzlichen Script sinkt die Geschwindigkeit. Ein typisches WordPress-Setup mit Elementor, Yoast SEO, Contact Form 7, Cookie-Banner und einem Slider-Plugin lädt deutlich langsamer. Um WordPress auf vergleichbare Performance zu bringen, brauchst du Caching-Plugins, Bild-Optimierungstools und oft einen spezialisierten Entwickler – alles zusätzliche Kosten.
Aus unserer Erfahrung: Die Core Web Vitals (LCP, FID, CLS) erfüllen Webflow-Seiten in den meisten Fällen ab Werk. Bei WordPress ist das eher die Ausnahme als die Regel.
Sicherheit und Wartung
Webflow ist ein geschlossenes System. Sicherheitsupdates, SSL-Zertifikate, DDoS-Schutz und Backups sind automatisch inkludiert. Du musst dich um nichts kümmern. In den Jahren, in denen wir mit Webflow arbeiten, hatten wir null Sicherheitsvorfälle.
WordPress ist Open Source, und genau das ist gleichzeitig Stärke und Schwäche. Rund 90% aller gehackten CMS-Websites laufen auf WordPress – nicht weil WordPress per se unsicher ist, sondern weil Plugins und Themes von Drittanbietern regelmässig Sicherheitslücken haben. Wer WordPress nutzt, muss aktiv updaten: Core, Themes, Plugins, PHP-Version, Datenbank. Vernachlässigst du die Wartung, riskierst du einen Hack.
Der reale Aufwand: WordPress-Wartung kostet entweder deine eigene Zeit (mindestens 1–2 Stunden pro Monat) oder CHF 100–300 monatlich bei einer Agentur. Bei Webflow liegt dieser Aufwand bei null.
SEO im Vergleich
Beide Systeme können für Suchmaschinen optimiert werden. Aber der Weg dorthin ist unterschiedlich.
Webflow bringt die wichtigsten SEO-Funktionen nativ mit: Meta-Titel und -Beschreibungen pro Seite, automatisch generierte Sitemaps, saubere URL-Strukturen, 301-Redirects, Open-Graph-Tags und Alt-Texte für Bilder. Alles ist direkt im Interface zugänglich, ohne Plugin.
WordPress braucht für vergleichbare SEO-Funktionen ein Plugin wie Yoast SEO oder Rank Math. Diese Plugins sind ausgereift und leistungsfähig – aber sie sind eine weitere Abhängigkeit. Ausserdem beeinflusst die oft langsamere Ladezeit bei WordPress indirekt das SEO-Ranking, weil Google Core Web Vitals als Ranking-Faktor nutzt.
Für die neue Ära der KI-Suche (Google AI Overviews / SGE) zählen zusätzlich strukturierte Daten und die Fähigkeit, schnell auf Content-Änderungen zu reagieren. Webflows visueller Editor ermöglicht es, Schema Markup und strukturierte Inhalte direkt im Design einzubauen – ohne auf einen Entwickler warten zu müssen.
Kosten: Der ehrliche Vergleich über 3 Jahre
Die reinen Projektkosten erzählen nur die halbe Geschichte. Entscheidend ist, was ein CMS über die gesamte Nutzungsdauer kostet.
Webflow – Gesamtkosten über 3 Jahre:Projektkosten (KMU-Website): CHF 6'000–12'000.Hosting (CMS Plan): ca. CHF 23/Monat = CHF 828 über 3 Jahre.Wartung und Sicherheit: CHF 0 (automatisch inkludiert).Gesamt: ca. CHF 6'800–12'800.
WordPress – Gesamtkosten über 3 Jahre:Projektkosten (KMU-Website): CHF 5'000–12'000.Hosting (guter Schweizer Hoster): ca. CHF 25/Monat = CHF 900 über 3 Jahre.Premium-Plugins (SEO, Sicherheit, Backup, Formulare): ca. CHF 300–600/Jahr = CHF 900–1'800.Wartung durch Agentur: ca. CHF 150/Monat = CHF 5'400 über 3 Jahre.Gesamt: ca. CHF 12'200–20'100.
Der Unterschied wird oft erst nach dem Launch sichtbar. WordPress ist im Projektpreis manchmal günstiger, aber die laufenden Kosten für Wartung, Plugins und Sicherheit summieren sich erheblich.
Design-Flexibilität
Webflow gibt dir volle Kontrolle über jedes Design-Element. Du arbeitest direkt mit dem CSS-Box-Modell – visuell, aber mit der gleichen Präzision wie handgeschriebener Code. Jede Webflow-Seite ist ein Unikat, kein angepasstes Template.
WordPress bietet mit Page Buildern wie Elementor oder Divi ebenfalls grosse Flexibilität. Allerdings generieren diese Builder oft aufgeblähten Code mit verschachtelten div-Elementen, was die Performance belastet. Das native WordPress-Erlebnis mit dem Gutenberg-Editor ist deutlich eingeschränkter.
Für Kunden, die nach dem Launch selbst Inhalte pflegen wollen, bietet Webflow den Editor-Zugang: Texte und Bilder ändern, ohne das Design versehentlich zu beschädigen. Bei WordPress besteht immer das Risiko, dass jemand im Backend das Layout verschiebt.
Für wen ist Webflow die bessere Wahl?
Webflow passt zu dir, wenn du eine KMU-Website, Agentur-Website oder Marketing-Landingpage brauchst. Wenn du Wert auf schnelle Ladezeiten und gutes Google-Ranking legst. Wenn du keine Lust auf laufende Wartung und Plugin-Updates hast. Wenn dein Team selbständig Inhalte pflegen können soll, ohne das Design zu gefährden.
Für wen ist WordPress die bessere Wahl?
WordPress hat seine Berechtigung bei sehr grossen Websites mit tausenden Seiten. Bei komplexen E-Commerce-Projekten (WooCommerce bietet mehr Funktionen als Webflow E-Commerce). Wenn du bereits ein grosses WordPress-Ökosystem mit spezifischen Plugin-Abhängigkeiten hast. Bei Projekten, die sehr spezifische Backend-Logik oder Benutzerrollen erfordern.
Häufige Fragen zu Webflow vs. WordPress
Kann ich meine bestehende WordPress-Website zu Webflow migrieren?
Ja. Inhalte wie Texte und Bilder können übernommen werden. Das Design wird in Webflow neu aufgebaut, was gleichzeitig die Chance bietet, die Seite optisch und technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Eine Migration dauert je nach Umfang 4–8 Wochen.
Ist Webflow DSGVO-konform für die Schweiz?
Webflow hostet auf AWS-Servern, die auch in Europa verfügbar sind. Mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag (DPA), den Webflow anbietet, und einem konformen Cookie-Banner lässt sich Webflow DSGVO-konform betreiben. Für besonders sensible Bereiche (Gesundheitswesen, Finanzen) sollte im Einzelfall geprüft werden.
Was passiert mit meiner Website, wenn Webflow eingestellt wird?
Webflow ermöglicht den vollständigen Export deiner Website als statisches HTML/CSS/JS-Paket. Deine Inhalte sind also nicht eingesperrt. Allerdings: Webflow ist ein profitables, wachsendes Unternehmen mit Millionen-Finanzierung – eine Einstellung ist nicht absehbar.
Kann Webflow alles, was WordPress kann?
Nicht alles. WordPress hat mit über 60'000 Plugins für praktisch jede Anforderung eine Lösung. Webflow deckt 90% der Bedürfnisse eines typischen KMU ab, hat aber Einschränkungen bei komplexem E-Commerce, Mitgliederbereichen oder sehr individuellen Backend-Prozessen.
Brauche ich Programmierkenntnisse für Webflow?
Nein. Webflow ist ein visueller Builder – du designst und baust im Browser. Grundlegendes Verständnis von HTML/CSS-Konzepten hilft, ist aber nicht Voraussetzung. Für den Editor-Zugang (Content-Pflege) brauchst du keinerlei technisches Wissen.
Du überlegst, ob Webflow das richtige CMS für dein Projekt ist? Lass uns in 15 Minuten klären, was zu dir passt – schreib uns auf info@webskills.ch.
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